VERA MOLNAR | MACHINE IMAGINAIRE

Vera Molnar, Encore Moins, 15 x 15 cm, Bleistift Zeichnung/ Collage, 2006-2007
Vera Molnar, Variations St. Victoire, 29,7 x 42 cm, Laser Print, 4 Exemplare, 1989-1996
Vera Molnar, Pas de Deux, 18,5 x 18,5 cm, Tinte auf Papier, 1997
Vera Molnar, Triangles, 12 x 35 cm, Plotterzeichnung, Tinte auf Papier, 1987

MACHINE IMAGINAIRE

Vera Molnar

28. Januar – 01. April 2023

Eröffnung am Freitag, den 27. Januar 2023 von 19 – 21 Uhr. 

Zum ersten mal “Hommage à Molnar”, generative Software von Casey Reas.

Das berühmte Konzept der “Machine Imaginaire”, sinngemäß des imaginierten Computers von Vera Molnar aus den 1960er Jahren ermöglicht einen Zugang zu ihrem gesamten Werk, bestehend aus Zeichnungen, Gemälden, Collagen und später auch vielen Computerzeichnungen oder Drucken. Grundlage war immer ihre Vision, ihr Konzept, welches sie oft in Serien weiter entwickelte. Am Anfang stellte sie sich den Computer nur vor, ab 1968 ermöglichte er ihr eine wichtige Erweiterung ihres Schaffens. Vera Molnar ist bereits als wichtige Pionierin in die Geschichte der digitalen Kunst eingegangen. Sie jedoch auf dieses Werkzeug, den Computer, zu reduzieren, würde ihrem Werk von über 70 Jahren nicht gerecht werden.

Vera Molnar feierte im Januar ihren 99. Geburtstag und wir nehmen dies zum Anlass, einen Einblick in ihr Schaffen neben den Plotterzeichnungen zu geben, die über Jahrzehnte ihr Schaffen mit geprägt haben. DAM Projects zeigt Beispiele verschiedener Werkphasen mit Zeichnungen über Collagen zu Mischtechniken und Gemälden, als auch Computerarbeiten der letzten 40 Jahre.

Die Kunsthistorikerin Zsofi Valyi-Nagy, die ihr Lebenswerk umfangreich erforschte, schrieb dazu:

“Vertraute Betrachter werden Molnars Bildsprache wiedererkennen: ihre geometrischen Formen, ihre Variationen eines Themas und ihre minimalistischen Linien, die, ob von Hand oder mit einem Plotter gezeichnet, unverkennbar die ihren sind. In ihrer Künstlererklärung für die Berliner Ausstellung 1981 schrieb Molnar, dass sie geometrische Formen nicht deshalb verwendet, weil sie sie schöner oder “besser” findet als andere Formen, sondern weil sie sich subjektiven Interpretationen widersetzen. Aus praktischer Sicht sind sie auch leichter zu beschreiben und zu manipulieren. In der Tat waren in den frühen Vektorgrafiksystemen Kreise, Quadrate und Linien die einfachsten Formen, die man mit einem Computer “zeichnen” konnte.”